Gender-Statistik

Zum Thema Gender-Statistik präsentiert Statistik Austria eine Zusammenstellung von Daten und Fakten zur Situation von Frauen und Männern in Österreich. Zielsetzung ist, mit Hilfe ausgewählter Statistiken einen kurzen Überblick zur wirtschaftlichen und sozialen Situation von Frauen und Männern in unterschiedlichen Lebensbereichen zu geben.

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen beispielsweise, dass die Lebenserwartung der Frauen im Jahr 2019 um 4,7 Jahre über jener der Männer lag. In Zahlen ausgedrückt betrug die Lebenserwartung der Frauen 84,2 Jahre und jene der Männer 79,5 Jahre.

Stark aufgeholt haben Frauen hinsichtlich des Ausbildungsniveaus. Bezogen auf das Bildungsniveau der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren verfügten 2018 33,3% der Frauen und 27,3% der Männer über den Abschluss einer mittleren oder höheren Schule. Gleichzeitig lag der Anteil der Frauen mit dem Abschluss einer Hochschule oder Akademie mit 19,9% ebenfalls über jenem der Männer mit 16,3%.

Innerhalb der letzten zehn Jahre kam es auch zu einer Erhöhung der Erwerbsbeteiligung der Frauen. Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-jährigen Frauen stieg von 65,7% (2010) auf 68,3% (2020). Die Zunahme der Frauenerwerbstätigkeit ist jedoch in erster Linie auf einen Anstieg der Teilzeitarbeit zurückzuführen. Im Zehnjahresvergleich erhöhte sich die Teilzeitquote der Frauen von 43,8% (2010) auf 47,3% (2020). Auswertungen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie zeigen zudem: Teilzeit prägt vor allem die Erwerbsbeteiligung von Frauen mit betreuungspflichtigen Kindern. 2020 waren 72,8% der Frauen im Alter von 25 bis 49 Jahren mit Kindern unter 15 Jahren teilzeitbeschäftigt (Männer 6,9%).

Bezogen auf die Einkommen von Frauen und Männern zählt Österreich zu den Ländern mit den höchsten Lohnunterschieden in der EU. Vergleicht man gemäß der Definition von Eurostat die durchschnittlichen Bruttostundenverdienste von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft, dann hat sich der Gender Pay Gap in Österreich im Zehnjahresvergleich von 24,3% (2009) auf 19,9% (2019) verringert. Im EU-Vergleich liegt Österreich aber weiterhin deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 14,1% (EU-27: 2019).

Niedrigere Erwerbseinkommen und Versicherungsverläufe, die vor allem durch Kindererziehung Lücken aufweisen, schlagen sich auch in niedrigeren Pensionen und einem höheren Armutsrisiko nieder. Die Armutsgefährdung ist bei alleinlebenden Pensionistinnen (25%) höher als jene alleinlebender Pensionisten (19%). Zu den besonders armutsgefährdeten Personen zählen Alleinerziehende: Ein-Eltern-Haushalte – dies sind fast ausschließlich Frauen mit ihren Kindern – haben mit 31% das höchste Armutsrisiko aller Haushaltstypen.

Infografik Weltfrauentag 2021 - GenderPayGap 2019
Infografik Frauentag 2020

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Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Modul der Arbeitskräfteerhebung 2018

Erscheinungsdatum: 12/2019

 
 

29,00

 
 

(PDF, 2 MB)

 
 

Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Modul der Arbeitskräfteerhebung 2010

Erscheinungsdatum: 11/2011

 
 

33,00

 
 

(PDF, 2 MB)




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