Mikrodaten für Forschung und Lehre

Statistik Austria stellt ausgewählte anonymisierte Mikrodaten der amtlichen Statistik als Standardisierte Datensätze (SDS) sowie als Aufgabenspezifische Datensätze (ADS) zur Nutzung in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre bereit. Im Sinn des Statistikgeheimnisses und als Maßnahme des Datenschutzes sind die Daten anonymisiert, sodass eine direkte oder indirekte Identifizierung eines konkreten Einzelfalls de facto unmöglich ist.

SDS können Sie – nach Ihrer Registrierung und unserer Freischaltung – für Ihre Zwecke herunterladen. Eine Registrierung ist notwendig, um einen Überblick über Nutzer:innen zu wahren und gegebenenfalls Feedback erhalten zu können. Mit der Registrierung stimmen Nutzer:innen ferner den Nutzungsbestimmungen zu. Einige Datensätze werden zudem auch als anonymisierter Gesamtdatensatz angeboten. Dies ist bei den einzelnen Datensätzen angeführt.

ADS stellen wir nach Ihren Wünschen und Erfordernissen zusammen; dazu benötigen wir Ihre Angaben, die Sie uns in dem dafür vorgesehenen Formblatt mitteilen.

Ein Großteil der SDS steht kostenlos zur Verfügung. ADS werden eigens nach den Bedürfnissen der Nutzer:innen zusammengestellt und sind kostenpflichtig, wobei die Kosten für jeden Einzelfall – je nach verlangtem Datensatz und Arbeitsaufwand – errechnet werden.

Um der Forschung die Arbeit mit anonymisierten Einzeldaten zu ermöglichen, müssen Maßnahmen zur Wahrung des Datenschutzes getroffen werden. Die Anonymisierungstiefe hängt von der Kombination der zwei folgenden Strategien ab: Einerseits wird das Datenmaterial vor der Freigabe für wissenschaftliche Zwecke durch Anonymisierungsmethoden bearbeitet. Andererseits kann eine geringere Anonymisierungstiefe erfolgen, wenn die rechtlichen, physischen und technischen Bedingungen so gestaltet werden, dass den Datenschutzrechten trotzdem in vollem Umfang Genüge getan wird.

Datensätze, die nach einem Registrierungsverfahren von der Website von Statistik Austria heruntergeladen werden können, werden hinsichtlich ihres Informationsgehaltes so bearbeitet, dass eine Deanonymisierung auf Grund des Datenmaterials in keinem Fall möglich ist. Statistik Austria stellt solche Datensätze als SDS zur Verfügung.

Datensätze, die eine größere Informationstiefe und/ oder individuell neu zusammengeführte Inhalte beinhalten, können als ADS zur Verfügung gestellt werden, sofern eine Deanonymisierung ausgeschlossen werden kann. Die genauen Modalitäten, die zur Erstellung eines solchen Datensatzes notwendig sind, sind im jeweiligen Anlassfall gesondert vertraglich zu vereinbaren. Wenn nicht anders vereinbart, gelten für Nutzer:innen von ADS die gleichen Nutzungsbestimmungen wie für Nutzer:innen von SDS.

Folgende Standardisierte Datensätze stehen derzeit zur Verfügung:

  • Volkszählungen
  • Mikrozensus
  • Konsumerhebung
  • EU-SILC
  • Freiwilligenarbeit
  • Erwachsenenbildung
  • IKT-Einsatz in Haushalten
  • Gesundheitsbefragung
  • Spitalsentlassungsstatistik
  • Wanderungen
  • Binnenwanderungen
  • Außenwanderungen
  • Integrationsbefragung
  • Registerzählung
  • Lohnsteuerstatistik
  • Integrierte Lohn- und Einkommensteuer
  • Factors of Business Success (FOBS)
  • Reisegewohnheiten der österreichischen Bevölkerung
  • Zeitverwendungserhebung

Volkszählungen

Mikrodaten zu den Volkszählungen der Jahre 1971 bis 2001 finden Sie auf der Homepage des Minnesota Population Center, University of Minnesota zum Download: Integrated Public Use Microdata Series (IPUMS). Es gelten jeweils deren Nutzungsbestimmungen.

Mikrozensus

Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, im Zuge derer pro Quartal etwa 22 500 zufällig ausgewählte Haushalte zu den Themen „Erwerbstätigkeit“ (mit dem Frageprogramm der Europäischen Arbeitskräfteerhebung) und „Wohnen“ befragt werden. Jedes Jahr werden die Haushalte zusätzlich zu einem Thema mit besonderer Bedeutung für den Arbeitsmarkt (Ad hoc-Modul der Europäischen Arbeitskräfteerhebung) befragt. Der Mikrozensus ist ein rotierendes Sample, wobei jeder Haushalt für insgesamt fünf Quartale in der Stichprobe bleibt; d.h., jedes Quartal scheiden jene Haushalte, die bereits zum fünften Mal befragt wurden, aus der Erhebung aus, und etwa 4 500 neue Haushalte kommen neu in die Stichprobe.

Das vollständige anonymisierte Sample des Mikrozensus sowie jene der Module ist über AUSSDA - The Austrian Social Science Data Archive verfügbar. Mehr Informationen dazu finden Sie unter AUSSDA Dataverse.

Konsumerhebung

Die Ergebnisse der Konsumerhebung informieren über Ausgaben, Ausstattung und Einkommen der privaten Haushalte in Österreich. Die Erhebung wird als Stichprobenerhebung alle fünf Jahre durchgeführt.

Statistik Austria stellt kostenfrei Testdatensätze der Konsumerhebung 2014/15 zu Verfügung. Diese Datensätze enthalten sämtliche Haushalts- und Personenvariablen sowie Ausgabendaten auf Hauptgruppenebene. Es stehen Testdaten von rund 5 % der befragten Haushalte zur Verfügung, d.h. es kann nicht auf die Grundgesamtheit geschlossen werden.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Konsumerhebung 2014/15 (PDF) 350 Haushalte 5 % 149

Die vollständigen Mikrodaten der Erhebungen (ab 1999/00 verfügbar) sind kostenpflichtig. Informationen zum Bezug dieser Datensätze finden sich in folgendem Dokument.

Ergebnisse und Analysen der einzelnen Konsumerhebungen finden Sie unter Ausgaben.

EU-SILC

EU-SILC ist eine Statistik zu Einkommen und Lebensbedingungen in Privathaushalten, die seit 2003 in Österreich durchgeführt wird. Seit 2005 wird EU-SILC in allen Mitgliedsstaaten der EU durchgeführt. Im Rahmen von EU-SILC werden alle Informationen erhoben, die notwendig sind, um ein umfassendes Bild über die Lebenssituation von Menschen in Privathaushalten zu gewinnen. Berichtet wird über Haushaltseinkommen, Armut und Armutsgefährdung sowie die Lebensbedingungen deprivierter Haushalte.

Die österreichischen EU-SILC-Datensätze seit dem Beginn der Erhebung (2003) stehen für wissenschaftliche Zwecke kostenfrei zur Verfügung. Nähere Informationen zu den Datennutzungsbedingungen sowie zur Beantragung der Daten finden Sie in den unten stehenden Dokumenten.

Für den Bezug der EU-SILC-Datensätze bitte folgende E-Mail Adresse kontaktieren: Richard.Heuberger@statistik.gv.at

Freiwilligenarbeit

Statistik Austria hat im Auftrag des Sozialministeriums eine Erhebung zur Freiwilligenarbeit in Österreich als freiwillige Zusatzerhebung zum Mikrozensus im 4. Quartal 2006 durchgeführt. Das Frageprogramm wurde vom Institut für interdisziplinäre Nonprofit Forschung (NPO) der WU Wien entwickelt. Statistik Austria stellt die Ergebnisse als anonymisierten Mikrodatensatz zur Verfügung.

Sample-Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Freiwilligenarbeit (Zip-Archiv) 11 661 Personen 100 % 325


Erwachsenenbildung

Die Erhebung über Erwachsenenbildung 2016/17 (AES, Adult Education Survey) bietet einen umfassenden Überblick über die Lernaktivitäten (formale Bildung, nicht-formale Bildung, informelles Lernen) der österreichischen Bevölkerung im Haupterwerbsalter (25 bis 64 Jahre) im Zeitraum von zwölf Monaten sowie über weitere damit zusammenhängende Aktivitäten. Die Befragung wurde europaweit durchgeführt.

Für Österreich liegen Daten über 5 620 interviewte Personen vor, die im Rahmen einer Zufallsstichprobe ausgewählt wurden und freiwillig an der Erhebung teilnahmen.

Allgemeine Informationen zur Erwachsenenbildungserhebung

Statistik Austria stellt einen Datenbestand mit anonymisierten Einzeldaten aus der Erwachsenenbildungserhebung 2016/17 als SDS zur Verfügung. Da es sich um eine Substichprobe (50 %-Sample) handelt, unterliegen die Ergebnisse generell einer größeren Schwankungsbreite als die Originalauswertungen. Es kann nur bedingt auf die Grundgesamtheit geschlossen werden. Abweichungen von den publizierten Ergebnissen sind vor allem auf den reduzierten Stichprobenumfang zurückzuführen.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Erwachsenenbildung-Erhebung 2007 (Zip-Archiv) 2 338 Personen 50 % 292
Erwachsenenbildung-Erhebung 2011/12 (Zip-Archiv) 2 877 Personen 50 % 336
Erwachsenenbildung-Erhebung 2016/17 (Zip-Archiv) 2 810 Personen 50 % 256


Die vollständig anonymisierten Samples der Erwachsenenbildung AES 2007, AES 2011/12 und AES 2016/17 sind kostenpflichtig. Anfragen richten Sie bitte an: aes@statistik.gv.at

Die Kosten jeweils pro Gesamtdatensatz (exklusive Versandkosten) belaufen sich auf 250 Euro.    

IKT-Einsatz in Haushalten

Gegenstand der Europäischen Erhebung über den IKT-Einsatz in Haushalten in Österreich ist der Einsatz sowie die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien, insbesondere des Internet, durch die österreichische Wohnbevölkerung auf Haushalts- und auf Personenebene. Auf europäischer Ebene kommt den Indikatoren dieser Erhebung höchste politische Bedeutung zu. Sie dienen als Grundlage des Benchmarking-Prozesses, der im Rahmen des Aktionsplans „i2010“ durchgeführt wird. Seit der Durchführung der ersten Piloterhebung im Jahr 2002 wurde die Erhebung bereits fünfmal durchgeführt.

Statistik Austria stellt anonymisierte Einzeldaten aus der IKT-Erhebung 2005 als SDS zur Verfügung.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
IKT-Erhebung 2005 (PDF) 6 578 Personen 50 % 152


Die vollständig anonymisierten Samples des Datensatzes IKT-Einsatz in Haushalten ist kostenpflichtig. Anfragen richten Sie bitte an: Nina.Djahangiri@statistik.gv.at

Gesundheitsbefragung

Gesundheitsbefragungen werden in Österreich seit den 1970er Jahren durchgeführt und sind unverzichtbare Datenquellen für Informationen zum Gesundheitszustand und zum Gesundheitsverhalten der Bevölkerung sowie über die Inanspruchnahme von Einrichtungen des Gesundheitswesens. Statistik Austria stellt die Ergebnisse der Gesundheitsbefragungen 2006/07, 2014 und 2019 als anonymisierte Mikrodatensätze zur Verfügung.

Sample-Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
ATHIS 2006/07 (Zip-Archiv) 15 474 100 % 658
ATHIS 2014 - Gesamtdatensatz (Zip-Archiv) 15 771 100 % 248
ATHIS 2014 - Kinder (Zip-Archiv) 5 277 100 % 31
ATHIS 2019 - Gesamtdatensatz (Zip-Archiv) 15 461 100 % 276
ATHIS 2019 - Kinder (Zip-Archiv) 5 605 100 % 87


Spitalsentlassungsstatistik

Die Spitalsentlassungsstatistik wird seit 1989 in elektronischer Form geführt und umfasst aufenthaltsbezogene, patient:innenbezogene und medizinische Meldedaten zu stationären Spitalsaufenthalten. Sie basiert auf der gesetzlich geregelten Diagnosen- und Leistungsdokumentation der Krankenhäuser (gemäß LKF-System – Leistungsorientierte Krankenanstalten-Finanzierung) und auf der Krankenanstaltenstatistik des Gesundheitsministeriums. Rechtliche Grundlage bildet das Bundesgesetz zur Dokumentation im Gesundheitswesen. Die einzelnen Mikrodatensätze der Spitalsentlassungsstatistik beziehen sich auf einzelne Spitalsaufenthalte und umfassen Basisinformationen zu Alter, Geschlecht und Wohnort der Patient:innen, zu Aufenthaltsdauer, Entlassungsart, Hauptdiagnose (ICD-4-Steller) und Verletzungsursache, Informationen zu den medizinischen Einzelleistungen (MEL) sowie zur Krankenanstalt (Standort, Versorgungssektor, Rechtsträger, Öffentlichkeitsrecht, Fondszugehörigkeit und Gemeinnützigkeit). Das kostenfrei zur Verfügung gestellte Sample eines Standarddatensatzes beinhaltet die folgenden Variablen: Fall-ID, Berichtsjahr, Geschlecht, Altersgruppe (5-Jahresgruppen), Wohnbundesland, Entlassungsart, Aufenthaltsdauer, Standort Krankenanstalt (Bundesland), ICD-9-4-Steller (bis 2000), ICD-10-4-Steller (ab 2001), MEL-Code bis 2008, MEL-Code ab 2009, Anzahl Leistungen.

Sample-Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Spitalsentlassungsstatistik (Zip-Archiv) 4 000 000 5 % 13


Wanderungen

Statistik Austria erstellt, basierend auf den Daten (An- und Abmeldungen) des Zentralen Melderegisters (ZMR), jährlich eine Wanderungsstatistik. Dabei erhält Statistik Austria quartalsweise aus dem Zentralen Melderegister einen indirekt personenbezogenen Datenbestand aller melderechtlichen Vorgänge (Bewegungsdaten). Dieser wird mit den Bestandsdaten der hauptwohnsitzgemeldeten Personen auf Konsistenz geprüft. Die Meldevorgänge werden anschließend nach demographischen Gesichtspunkten klassifiziert (Zuzüge, Wegzüge, Geburten, Sterbefälle, demographisch nicht zuordenbare Ereignisse).

Wanderungen (Zuzüge bzw. Wegzüge) sind Hauptwohnsitzverlegungen innerhalb (Binnenumzüge) bzw. über die Grenzen von Gebietseinheiten innerhalb Österreichs (Binnenwanderungen) bzw. Verlegungen von Hauptwohnsitzen über die Staatsgrenze (Außenwanderungen).

In der Wanderungsstatistik werden nur jene Meldevorgänge berücksichtigt, bei denen nach einem Wohnsitzwechsel eine Aufenthaltsdauer am neuen Wohnsitz von mind. 90 Tagen vorliegt (Binnenwanderungen). Bei einer Zuwanderung aus dem Ausland muss eine Hauptwohnsitzmeldung von mindestens 90 Tagen gegeben sein. Dies vermeidet die Überschätzung von Wanderungsvorgängen auf Grund von Meldeungenauigkeiten sowie kurzfristigen administrativen Korrekturen. Erfolgte nach einer Abmeldung die erneute Anmeldung erst nach einer Frist von mehr als 90 Tagen, wurde der Vorgang statistisch als Außenwanderung behandelt, d.h. ein Wegzug in das Ausland sowie ein Zuzug aus dem Ausland generiert.

War bei den Außenwanderungen keine eindeutige Zuweisung nach einem Herkunfts- bzw. Zielland oder der Staatsangehörigkeit möglich, wurde die Wanderung der Kategorie „unbekannt“ zugeordnet.

Das Alter zum Zeitpunkt der Wanderung wird folgendermaßen bestimmt: Bei Wanderungen innerhalb Österreichs sowie bei Zuzügen aus dem Ausland wird das Alter zum Zeitpunkt der Anmeldung ermittelt. Dieses kann jedoch auf Grund der Differenz zwischen dem Datum der Abmeldung und dem Datum der Anmeldung von jenem zum Zeitpunkt der Abmeldung abweichen. Bei Wegzügen in das Ausland wird das Alter zum Zeitpunkt der Abmeldung ermittelt.

Binnenwanderungen

Das Subsample enthält eine Zufallsstichprobe von 10 % aller Binnenwanderungsfälle aus den Wanderungsstatistiken der Jahre 2009 bis 2018. Die Wanderungsstatistik wird von Statistik Austria erstellt und basiert auf den Daten (An- und Abmeldungen) des Zentralen Melderegisters (ZMR).

Statistik Austria erhält auf Basis des Bundesgesetzes über das polizeiliche Meldewesen (Meldegesetz 1991 idgF, § 16b) quartalsweise aus dem Zentralen Melderegister einen pseudonymisierten Datenbestand aller melderechtlichen Vorgänge (Bewegungsdaten). Dieser wird mit den Bestandsdaten der hauptwohnsitzgemeldeten Personen auf Konsistenz geprüft. Die Meldevorgänge werden anschließend nach demographischen Gesichtspunkten klassifiziert (Zuzüge, Wegzüge, Geburten, Sterbefälle, demographisch nicht zuordenbare Ereignisse).

Binnenwanderungen sind Hauptwohnsitzverlegungen innerhalb Österreichs, wobei der zeitliche Abstand zwischen dem Datum der Abmeldung des alten Hauptwohnsitzes und dem Datum der Anmeldung des neuen Hauptwohnsitzes nicht mehr als 90 Tage betragen darf. Ist dieser zeitliche Abstand größer als 90 Tage, so wird die Abmeldung des alten Hauptwohnsitzes als Wegzug in das Ausland und die Anmeldung des neuen Hauptwohnsitzes als Zuzug aus dem Ausland gezählt. Detaillierte Informationen finden Sie in der Standarddokumentation.

Alle Gebietsstände der Herkunfts- und Zielorte (Gemeinden, Politische Bezirke, NUTS 3-Regionen, Bundesländer) beziehen sich auf den Stichtag 1.1.2019.

Die Berechnung des Alters bezieht sich auf den Zeitpunkt der Hauptwohnsitz-Anmeldung.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Binnenwanderungen 2009-2018 (Zip-Archiv) 745 042 10 % 17

Außenwanderungen

Das Subsample enthält eine Zufallsstichprobe von 10 % aller Außenwanderungsfälle aus den Wanderungsstatistiken der Jahre 2009  bis 2018. Die Wanderungsstatistik wird von Statistik Austria erstellt und basiert auf den Daten (An- und Abmeldungen) des Zentralen Melderegisters (ZMR).

Statistik Austria erhält auf Basis des Bundesgesetzes über das polizeiliche Meldewesen (Meldegesetz 1991 idgF, § 16b) quartalsweise aus dem Zentralen Melderegister einen pseudonymisierten Datenbestand aller melderechtlichen Vorgänge (Bewegungsdaten). Dieser wird mit den Bestandsdaten der hauptwohnsitzgemeldeten Personen auf Konsistenz geprüft. Die Meldevorgänge werden anschließend nach demographischen Gesichtspunkten klassifiziert (Zuzüge, Wegzüge, Geburten, Sterbefälle, demographisch nicht zuordenbare Ereignisse).

Außenwanderungen (Zuzüge bzw. Wegzüge) sind Hauptwohnsitzverlegungen über die Staatsgrenzen hinweg, wobei eine Mindestaufenthaltsdauer innerhalb Österreichs von 90 Tagen gegeben sein muss. Personen, die ihre Hauptwohnsitzmeldung in Österreich innerhalb von 90 Tagen nach dem Datum der Anmeldung wieder abmelden, werden weder als Zuzug noch als Wegzug gezählt. Dies vermeidet die Überschätzung von Wanderungsvorgängen auch auf Grund von Meldeungenauigkeiten sowie kurzfristigen administrativen Korrekturen. Erfolgt hingegen innerhalb von 90 Tagen nachdem Datum einer Hauptwohnsitz-Abmeldung die erneute Anmeldung eines Hauptwohnsitzes innerhalb Österreichs, so wird dieser Vorgang in der Wanderungsstatistik als Binnenwanderung gezählt. Detaillierte Informationen finden Sie in der Standarddokumentation.

Alle Gebietsstände der in Österreich gelegenen Herkunfts- und Zielorte (Gemeinden, Politische Bezirke, NUTS 3-Regionen, Bundesländer) beziehen sich auf den Stichtag 1.1.2019.

Die Berechnung des Alters bezieht sich bei Zuwanderungen auf das Datum der Hauptwohnsitz-Anmeldung in Österreich bzw. bei Abwanderungen auf das Datum der Hauptwohnsitz-Abmeldung in Österreich.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Außenwanderungen 2009-2018 (Zip-Archiv) 249 623 10 % 16

Integrationsbefragung

Die Integrationsbefragung ist eine freiwillige, nationale Erhebung, die vom Bundeskanzleramt beauftragt und finanziert wird. Im Rahmen der Erhebung werden Personen mit und ohne Migrationshintergrund befragt, wie sie den Integrationsprozess wahrnehmen. Die Zielgruppe bilden Personen in österreichischen Haushalten ab einem Alter von 16 Jahren mit Geburtsort in Österreich bzw. in ausgewählten Drittstaaten (Afghanistan, Bosnien und Herzegowina, Russland/Tschetschenien, Serbien, Syrien und Türkei). Die Basis zur Stichprobenziehung bildet das Zentrale Melderegister (ZMR), aus dem per Zufallsauswahl Personen ausgewählt werden.

Im Jahr 2021 wurde die Integrationsbefragung erstmalig von Statistik Austria durchgeführt. Die Erhebungen fanden im April 2021 in Form einer Onlinebefragung statt.

Die Hauptergebnisse der Befragung werden im jährlich erscheinenden Statistischen Jahrbuch migration&integration (unter Erläuterungen, Hilfestellungen zu finden) veröffentlicht. Zudem stellt Statistik Austria den vollständig anonymisierten Mikrodatensatz (100 %) für wissenschaftliche Forschungszwecke kostenfrei zur Verfügung. Dazu ist die untenstehende Datennutzungsvereinbarung zu unterfertigen.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Integrationsbefragung (ZIP-Archiv) 3 456 100 % 41

Die Datensätze der Integrationsbefragung beziehen Sie bitte mit ausgefüllter Nutzungsvereinbarung über: forschungundlehre@statistik.gv.at

Bevölkerungsbewegung

Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen und Ehescheidungen sind zentrale Komponenten der Bevölkerungsbewegung. Von ebenso großer Bedeutung für die Beschreibung der Bevölkerungsentwicklung sind Einbürgerungen. 

Zu jedem dieser Komponenten stellt nun Statistik Austria einen Standardisierten Datensatz zur Verfügung. Als Beispiel ist eine 20 % Stichprobe aus dem jeweils aktuellen Jahresfile bereitgestellt.

Die vorliegenden Statistiken sind Sekundärstatistiken. Die Statistik der Geburten, Sterbefälle und Eheschließung beruht auf monatlichen Meldungen der Standesämter ergänzt um einige medizinische Merkmale zu Geburt bzw. Todesursache. Rechtskräftige Ehescheidungen werden laufend durch die zuständigen Gerichte gemeldet und jährlich aufbereitet. Daten für die Einbürgerungsstatistiken werden aus den Einbürgerungsbescheiden der Ämter der Landesregierungen gewonnen und quartalsweise publiziert.

Die vollständig anonymisierten Samples der Datensätze der Bevölkerungsbewegung sind kostenpflichtig. Anfragen richten Sie bitte an: anita.mikulasek@statistik.gv.at

Geburten

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Geburten 2010 (Zip-Archiv) 15 808 20 % 60

Sterbefälle

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Sterbefälle 2010 (Zip-Archiv) 15 440 20 % 44

Gestorbene Säuglinge

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Sterbefälle 2010 (Zip-Archiv) 62 20 % 106


Eheschließungen

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Eheschließungen 2010 (Zip-Archiv) 7 509 20 % rd. 39

Ehescheidungen

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Ehescheidungen 2005 (Zip-Archiv) 3 925 20 % rd. 35

Einbürgerungen

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Einbürgerungen 2005 (Zip-Archiv) 7 089 20 % 14

Registerzählung

Statistik Austria bietet kostenfreien Zugang zu Stichprobenfiles mit Daten der Registerzählung 2011 mit mehreren thematischen Schwerpunkten (Arbeitsmarkt, Privathaushalte, Regionen, Arbeitsstättenzählung). Die Daten der Registerzählung 2011 werden durch die Zusammenführung zahlreicher Register erzeugt. Diese Register wurden zu drei Zählbereichen zusammengeführt: zur Volkszählung, d.h. der Sammlung aller Merkmale, die die österreichische Bevölkerung betreffen, zur Arbeitsstättenzählung, die Informationen über alle Arbeitsstätten in Österreich umfasst, und zur Gebäude- und Wohnungszählung, die Zahl und die Art von Gebäuden und Wohnungen in Österreich wiedergibt.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Arbeitsmarkt Registerzählung 2011 (PDF) 126 029 1,5 % 16
Privathaushalte Registerzählung 2011 (PDF) 63 585 1,7 % 24
Regionen Registerzählung 2011 (PDF) 294 068 3,5 % 10
Arbeitsstättenzählung Registerzählung 2011 (PDF) 15 801 2,2 % 17

Nähere Informationen und weiterführende Ressourcen finden Sie unter folgenden Links:

Ergebnisse:

Für den Bezug der Registerdatensätze bitte folgende E-Mail Adresse kontatkieren: registerzaehlung@statistik.gv.at

Lohnsteuerstatistik

Die jährlich erstellte Lohnsteuerstatistik ist eine Vollerhebung mit sekundärstatistischem Charakter. Fast 8 Millionen für Arbeitnehmer:innen sowie Pensionsbezieher:innen ausgestellte Lohnzettel stellen die Basis dieser Statistik dar. Da es in einem Jahr für eine Person auch mehr als einen Lohnzettel geben kann, werden alle zu einer Person gehörigen Lohnzettel zusammengefasst, um von den Lohnzetteln zu einer personenbezogenen Lohnsteuerstatistik zu kommen.

Statistik Austria stellt Datenbestände mit anonymisierten Einzeldaten aus der personenbezogenen Lohnsteuerstatistik als SDS zur Verfügung.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Lohnsteuerstatistik 2005 (ZIP-Archiv) 59 279 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2006 (ZIP-Archiv) 60 169 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2007 (ZIP-Archiv) 61 271 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2008 (ZIP-Archiv) 62 432 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2009 (ZIP-Archiv) 62 545 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2010 (ZIP-Archiv) 63 418 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2011 (ZIP-Archiv) 64 696 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2012 (ZIP-Archiv) 66 095 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2013 (ZIP-Archiv) 66 763 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2014 (PDF) 67 190 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2015 (PDF) 67 742 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2016 (PDF) 68 685 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2017 (PDF) 69 638 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2018 (PDF) 70 685 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2019 (PDF) 71 645 1 % 17
Lohnsteuerstatistik 2020 (PDF) 70 376 1 % 17


Integrierte Lohn- und Einkommensteuer

Die Integrierte Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2006 basiert auf der Zusammenführung von Daten über die der Einkommensteuer unterliegenden Einkommen von unbeschränkt und beschränkt steuerpflichtigen natürlichen Personen und die der Lohnsteuer unterliegenden Einkommen der unselbständig Erwerbstätigen sowie Pensionist:innen. Ferner fanden Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Pflegegeld, Familienbeihilfe und sonstige Beihilfen Eingang in diese Statistik.

Statistik Austria stellt einen Datenbestand mit anonymisierten Einzeldaten aus der integrierten Lohn- und Einkommensteuerstatistik als SDS zur Verfügung.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2006 (PDF) 63 319 Personen 1 % 13
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2007 (PDF) 64 358 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2008 (PDF) 65 607 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2009 (PDF) 65 888 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2010 (PDF) 66 754 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2011 (PDF) 68 082 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2012 (PDF) 69 097 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2013 (PDF) 69 797 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2014 (PDF) 70 271 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2015 (PDF) 70 851 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2016 (PDF) 71 824 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2017 (PDF) 72 811 Personen 1 % 14
Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2018 (PDF) 73 907 Personen 1 % 14


Factors of Business Success (FOBS)

Von Oktober 2005 bis April 2006 wurde die von der Europäischen Kommission initiierte und geförderte Erhebung „Faktoren des Geschäftserfolges von neu gegründeten Unternehmen“ (Factors of Business Success - FOBS) durchgeführt. Ausgehend von der Annahme, dass Unternehmensgründungen wesentlich zur dynamischen Entwicklung einer Wirtschaft beitragen, soll die Erhebung Auskunft über die (i) Bedingungen der Unternehmensgründung, (ii) die derzeitige Situation von Jungunternehmen und (iii) deren Zukunftspläne geben.

Die mittels eines harmonisierten Fragebogens durchgeführte, freiwillige Erhebung richtete sich an jene Unternehmen, die 2002 gegründet und 2005 noch am Markt waren. Aus dieser Grundgesamtheit (13 949 Unternehmen) wurde eine geschichtete Stichprobe gezogen, welche die unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche abdeckte. 70 % der Befragten waren zwischen 30 und 49 Jahre alt, zwei Drittel der Grundgesamtheit waren männlich.

Statistik Austria stellt nun Forscher:innen die FOBS-Erhebung als anonymisierten Mikrodatensatz zur Verfügung.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
FOBS-Erhebung (PDF) 1 726 Unternehmen 100 % 132


Reisegewohnheiten der österreichischen Bevölkerung

Je Quartal werden im Rahmen dieser Erhebung rund 3 500 ausgewählte, im Inland wohnhafte Personen ab 15 Jahren, verteilt über Österreich, telefonisch befragt (Grundgesamtheit von rd. 6,98 Mio.). Die Teilnahme an der Erhebung ist freiwillig. Der Auswahlrahmen für die proportional geschichtete Stichprobe ist das Zentrale Melderegister (ZMR). Die Telefonnummern werden dem öffentlichen Telefonbuch entnommen. Erhoben werden

  • Urlaubs- und Geschäftsreisen,
  • mit (Nächtigungsreisen) und ohne Nächtigung (Tagesreisen),
  • im In- und ins Ausland.

Neben dem Profil der Inlands- und Auslandsreisen (Aufenthaltsdauer, Reisedestination, Abreisemonat, Reisezweck, Unterkunftsart, Reiseorganisation, Transportmittel und Ausgaben) wird das Profil der Reisenden und Nicht-Reisenden (soziodemographische Merkmale) erhoben.

Statistik Austria stellt nun Forscher:innen die Reisegewohnheiten als anonymisierten Mikrodatensatz zur Verfügung.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Reisegewohnheiten 2008/09 (PDF) ca. 3 500 pro Quartal 100 % 29
Reisegewohnheiten 2012 (PDF) ca. 3 500 pro Quartal 100 % 30
Reisegewohnheiten 2013 (PDF) ca. 3 500 pro Quartal 100 % 30
Reisegewohnheiten 2014 (PDF) ca. 3 500 pro Quartal 100 % 30
Reisegewohnheiten 2015 (PDF) ca. 3 500 pro Quartal 100 % 30
Reisegewohnheiten 2016 (PDF) ca. 3 500 pro Quartal 100 % 30
Reisegewohnheiten 2017 (PDF) ca. 3 500 pro Quartal 100 % 30
Reisegewohnheiten 2018 (PDF) ca. 3 500 pro Quartal 100 % 30
Reisegewohnheiten 2019 (PDF) ca. 3 500 pro Quartal 100 % 30
Reisegewohnheiten 2020 (PDF) ca. 3 500 pro Quartal 100 % 30


Zeitverwendungserhebung

Die Zeitverwendungserhebung 2008/09 wurde von Statistik Austria im Auftrag des Bundeskanzleramtes/Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst von Ende März 2008 bis Anfang April 2009 durchgeführt und ist die dritte Erhebung (nach 1981 und 1992) über die Verwendung der Zeit in Österreich. Dabei wurden rund 8 200 Personen ab zehn Jahren ersucht, einen Tag lang ein Tagebuch zu führen, in das sie alle Tätigkeiten eingetragen sollten, die länger als 15 Minuten dauern. Die Mitarbeit bei dieser Erhebung war freiwillig, die Vorgaben orientieren sich dabei an europäischen Richtlinien (HETUS-Guidelines von Eurostat). Statistik Austria stellt den vollständig anonymisierten Mikrodatensatz (100 %) für wissenschaftliche Forschungszwecke kostenfrei zur Verfügung, dazu ist die untenstehende Datennutzungsvereinbarung zu unterfertigen. Statistik Austria stellt aber auch einen Lehrdatensatz (10 % der Stichprobe) für wissenschaftliche Forschungszwecke kostenfrei zur Verfügung, dazu ist eine Anfrage an Forschung und Lehre zu richten.

Subsample - Metadaten Fallzahl Stichprobe Variablen
Zeitverwendungserhebung (PDF) 8 234 100 % 987
Zeitverwendungserhebung (Lehrdatensatz) (PDF) 819 10 % 987

 

Für den Bezug des vollständigen Datensatzes bitte folgende E-Mail Adresse kontaktieren: Christa.Kronsteiner-Mann@statistik.gv.at

SDS:

Bitte richten Sie ein E-Mail mit folgenden Angaben an forschungundlehre@statistik.gv.at

  • Name
  • Position (Student:in, wissenschaftl. Mitarbeiter:in, usw.)
  • Wissenschaftliche Einrichtung
  • Forschungsprojekt
  • Gewünschter SDS

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